REISEZIELE MAL ANDERS – TEIL IV: Belize

Belize – Das unberührte Paradies

Viele süd- und mittelamerikanische Länder sind beliebte Reiseziele für europäische Touristen. Und das nicht nur im Sommer. Gerade in den kälteren Jahreszeiten zieht es die meisten in den Süden – denn dort scheint die Sonne immer zu strahlen. Eines der bislang wenig eroberten Paradiese ist Belize. Belize – was? Für viele ist dieser Name kaum ein Begriff, doch das kleine, mittelamerikanische Land hat es in sich.

Belize 2Insbesondere die farbenfrohe Unterwasserwelt ist ein absoluter Hingucker für jeden Tauchfan und Naturliebhaber. Das Belize Barrier Reef ist mit 300 Metern Länge das zweitgrößte Riff der Welt – nach dem Great Barrier Reef – und es ist besonders gut erhalten. Es ist das Zuhause von mehreren hundert Korallenarten. Bislang sollen lediglich zehn Prozent von ihnen bekannt und erforscht sein. Vielleicht stößt man ja beim Tauchen auf die eine oder andere unbekannte Korallenart.  Ein exklusives Erlebnis ist auch das Schwimmen und Schnorcheln mit den Walhaien. Die 10-Tonnen-Giganten kommen jedes Jahr von März bis Juni zum Belize Barrier Reef, um ausgiebig zu speisen. Natürlich nur das Beste vom Besten, nämlich die frisch gelegten Eier von Korallenfischen.

Belize 1Vom Festland aus kann man auch eine Exkursion zum Turneffe-Atoll unternehmen. Oder man übernachtet gleich in einem der drei Ressorts auf der Insel. Zu  Boot oder mit dem Taucheranzug lässt sich das Atoll am besten erkunden. Mehrmals täglich werden Ausflüge zu den Einzelinseln des Atolls – in Belize als Cays bezeichnet – und zu den beiden Lagunen angeboten. Schnorchler, Taucher und Sportfischer sollten auf dieses Angebot keinesfalls verzichten, genauso wie (Hobby-)Fotografen. Denn das Atoll bietet eine wundervolles Panaroma für Naturaufnahmen. Tiefblaues Wasser, seltene Tierarten, wie den großen Hammerhai und Naturwunder, wie das Blue Hole Natural Monument – was will das (fotografische) Auge mehr? Wer dann immer noch nicht genug hat, sollte sich von der Küste weg ins Landesinnere begeben. Dort wartet der Dschungel!

In Belize existieren noch weite Teil des Regenwaldes – ganz im Gegensatz zu anderen mittelamerikanischen Ländern, in denen die Natur dem Menschen weichen musste. Der Regelwald ist die Heimat zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Etwa 200 Orchideenarten wachsen hier, Tukane und Papageien verstecken sich in den dichten Baumkronen und gigantische Cebu-Bäume erstrecken sich in den blauen Himmel. Im Naturschutzgebiet Cockscomb Basin Wildlife Sanctuary trifft man sogar noch auf freilaufende Jaguare. Ebenso kann man Flusskrokodile und Schlangen beobachten – Aber Vorsicht! Es gibt auch eine giftige Tierarten! Eine Wanderung durch den Regenwald empfiehlt sich deshalb nur mit einem speziell ausgebildeten Reiseführer.

Mitten im Urwald übernachten, ist der Traum vieler und das kann in Belize wahr werden. Das “Ballum Na” – was bei den Mayas so viel wie “Haus des Jaguars” heißt – ist eine exklusive Lodge im Norden des Landes, genauer gesagt im Bundesstaat Toledo. Die Lodge ist umgeben von einem umzäumten Dschungelareal, in dem die beiden Jaguare Bosch und Xupi wohnen. Bei einem Fünf-Gänge-Menü kann man den beiden von der Aussichtsplattform beim Fressen, Spielen, Jagen oder Schlafen zuschauen. Ein unvorstellbar schönes Bild, wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten.

Belize 5Von der Lodge aus kann man auch tolle Exkursionen in den Regenwald und zu den Ruinen der Maya-Tempel unternehmen, etwa zum Nim Li Punit. Was viele nicht wissen: Belize ist Teil der südlichen Maya-Mountains. Wie der Name schon sagt, hat sich hier die Hochkultur der Mayas niedergelassen; und bis heute sind viele Zeugnisse davon übrig geblieben. Den Touristen am bekanntesten ist wohl der Tempel in Caracol, eine 43 Meter hohe Steinpyramide, die größtenteils erhalten geblieben ist.

In Belize trifft man ebenso auf tote Untote, nämlich in der “Actun-Tunichil-Muknal- Höhle (von den Mayas gern als “Eingang in die Unterwelt” betitelt). Ausgehend von Belmopan und San Ignacio kann man Touren in die Höhle unternehmen, in der 14 Maya-Skelette entdeckt wurden. Ein einmaliger Fund und sicherlich eine Reise wert! Denn wie oft darf man so ungeniert die Unterwelt betreten und auch wieder verlassen?

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