Gedanken zum Tag

Der Himmel ist grau, verhangen von Wolken.
Wieder ein Tag in diesem tristen Leben.
Jede Minute von einem Ort zum nächsten gerannt.
Und jetzt diese Ruhe, ein paar Minuten zum Durchatmen.

Und doch ist es laut, ätzend und stinkend.
Der Tag scheint an mir vorbeizurasen.
Ich nehme teil. Der Stress nimmt mich ein.
Es ist wie so oft in meinem Leben.

Die brütende Wärme umhüllt mich.
Der Lärm dröhnt durch meine Ohren.
Ich schrecke hoch.
Zeit zu gehen. Die Straßenbahn kommt.

Ja keine Zeit vertrödeln.
Sie ist zu kostbar, sagt man.
Ich laufe mit dem Strom mit.
Und die Straßenbahn fängt mich ein.

Fahle Gesichter starren mich an.
Der Schweiß rinnt ihnen von der Stirn.
Eine alte Frau keucht vor Schmerzen.
Ein Mann trinkt sein Bier.

Ich sitze einfach nur da,
bin stiller Beobachter.
Und meine Gedanken verlieren sich.
Alles wird ganz verschwommen.

Plötzlich ein lauter Knall, grelles Licht.
Die Sonne blendet mich.
Ich war eingeschlafen.
Ein braunes Augenpaar starrt mich an.

“Endhaltestelle” tönt es durch die Lautsprecher.
Ich schnappe meine Sachen.
Ein letzter Kontrollblick. Alles ist da.
Ich steige aus und gehe hinaus zurück ins Chaos.

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